Datum: 11. Juli 2012 um 01:09
Alarmierungsart: Funkmeldeempfänger
Einsatzart: B3 
Einsatzort: Remagen
Einheiten und Fahrzeuge:

Weitere Kräfte: Feuerwehr Remagen – Einheit Kripp , Polizei Remagen , Rettungsdienst Remagen , Wehrleiter Stadt Remagen 


Einsatzbericht:

Nachdem die Mitglieder der Einheit Remagen am Dienstagabend im Rahmen einer Objektübung die Menschenrettung und Brandbekämpfung übten, wurden sie wenige Stunden später zu einem realen Feuer in einem Gebäude gerufen. Um 01:07 Uhr heulten in Remagen die Sirenen, die integrierte Leitstelle Koblenz rief unter dem Einsatzstichwort Dachstuhlbrand die Feuerwehr in die Bergstraße. Wenige Minuten nach dem Alarm trafen die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr an der Brandstelle ein. Bereits auf der Anfahrt konnten die Wehrleute aus einiger Entfernung eine starke Rauchentwicklung, sowie offene Flammen aus dem Bereich des Einsatzortes wahrnehmen. Neben der Polizei war bereits ein RTW des DRK Remagen vor Ort, eine erste Lageerkundung durch den Einheitsführer ergab, dass eine Wohnung im zweiten Obergeschoss des Mehrfamilienhauses in voller Ausdehnung brannte. Teile des darüber liegenden Speichers waren ebenfalls teilweise in Flammen aufgegangen, glücklicherweise befanden sich keine Personen mehr im Gebäude. Unter schweren Atemschutz gingen sofort zwei Angriffstrupps mit je einem Hohlstrahlrohr zur Brandbekämpfung in die betroffene Wohnung vor. Zu diesem Zeitpunkt lagen bereits bis ins Erdgeschoss herabgefallene, brennende Trümmer auf der hölzernen Treppe, ab dem ersten Obergeschoss brannte die Treppe teilweise. Zu Beginn der Löscharbeiten konnte aus der im Vollbrand stehenden Wohnung durch die Feuerwehr eine Katze gerettet werden. Als zweiten Rettungsweg für die Einsatzkräfte im Innenangriff wurde zeitgleich die Drehleiter in Stellung gebracht. Nebenbei wurde auch vom Korb der DLAK mittels B- bzw C- Strahlrohr mit der Brandbekämpfung der Wohnung bzw des Dachstuhles begonnen. Der Einsatz zweier Lüfter unterstützte die Brandbekämpfung und führte dazu, dass das gesamte Gebäude entraucht werden konnte. Aufgrund des Ausmaßes des Brandes alarmierte die Feuerwehreinsatzzentrale Remagen die Einheit Kripp, welche die Remagener Kameraden insbesondere durch weitere Atemschutzgeräteträger unterstützte. Nach etwa 30 Minuten konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Die Löscharbeiten zogen sich jedoch bis in die frühen Morgenstunden hin. So musste durch die Feuerwehr teilweise die Decke der ausgebrannten Wohnung geöffnet werden, um letzte Glutnester zu finden und ablöschen zu können. Diese Maßnahme konnte durch den Einsatz der Wärmebildkamera so effizient wie möglich gestaltet werden. Um stets über genügend Atemschutzgeräte zu verfügen, wurden die gebrauchten Geräte parallel zum Einsatz durch die Atemschutzgerätewarte im Gerätehaus ausgewechselt. Durch die massive Rauchentwicklung des Brandes, sowie teilweise durch Löschwasser wurden mehrere Wohnungen des Mehrfamilienhauses in Mitleidenschaft gezogen. Während des Einsatzes mussten auch die Bewohner eines angrenzenden Hauses ihre Wohnungen verlassen, diese waren zeitweise durch die Rauchentwicklung bedroht. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, der Einsatz konnte schließlich gegen 05:00 Uhr beendet werden.