Großer Andrang herrschte am letzten Samstag im Juni rund um die Rheinhalle in Remagen. Die Kreisjugendfeuerwehr Ahrweiler feierte dort mit einem Fest ihr 40-jähriges Bestehen.

Der Einladung von Kreisjugendfeuerwehrwart Dirk Schorn waren alle Jugendfeuerwehren aus dem Ahrkreis und zahlreiche befreundete Hilfsorganisationen gefolgt.

Am Vormittag eröffnete der Schirmherr der Veranstaltung, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, den Festtag und betonte in seiner Rede „Die Jugendfeuerwehr ist Garant für das Fortbestehen der Feuerwehren und sie ist auch gesellschaftspolitisch unbezahlbar, da sie den Jugendlichen eine sinnvolle Aufgabe gibt“. Wie wertvoll der Beitrag der Arbeit mit Jugendlichen ist, konnte auch Kreisfeuerwehrinspekteur Udo Schumacher bestätigen, der mit Blick auf die rund 350 Jungen und Mädchen in den 34 Jugendfeuerwehren des Landkreises beruhigt auf die zukünftige Personalentwicklung „seiner“ Feuerwehren blickt. Die Anerkennung gegenüber der Arbeit der Jugendfeuerwehr drückte sich auch in der Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, darunter in Vertretung für den Bürgermeister Herbert Georgi der Beigeordneten der Stadt Remagen Joachim Titz, dem stv. Landesjugend-feuerwehrwart Tobias Zelter und dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Ahrweiler, Eduard Krahe und vielen mehr aus. Natürlich waren auch die Partner der Feuerwehren mit dabei, hier als Hauptsponsor die Kreissparkasse Ahrweiler mit Dieter Zimmermann und Sparkassendirektor Guido Mombauer, sowie die Volksbank RheinAhrEifel als Sponsor mit Direktor Elmar Schmitz.

Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde von der Schülerband „Flying Notes“ aus dem Are-Gymnasium in Bad Neuenahr.

Auf dem Gelände der angrenzenden Integrierten Gesamtschule Remagen präsentierten Jugendliche von Feuerwehr, THW, DRK und DLRG ihr Können, die Rettungshundestaffel Ahrtal baute einen Parcours auf und führte die Arbeit mit ihren Tieren vor. Die Polizei hatte ein Motorrad mitgebracht, von der Möglichkeit, sich hier in Uniform der Beamten ablichten zu lassen, wurde reichlich Gebrauch gemacht.

Bei der THW-Jugend konnten Besucher ihre Geschicklichkeit im Umgang mit hydraulischen Rettungsgeräten unter Beweis stellen, hier galt es, wassergefüllte Luftballons mit einem Spreizer aufzunehmen und umzusetzen. Für gewöhnlich dient dieser dazu, etwa in Folge schwerer Verkehrsunfälle teils tonnenschwere Metallteile auseinander zu drücken, umso mehr Feingefühl musste nun bei dieser Aufgabe an den Tag gelegt werden. Mitglieder des Jugendrotkreuz hatten Übungspuppen mitgebracht, an denen Besucher die Reanimation lernen konnten. Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis stellten Fahrzeuge aus, mehrere Drehleiter, Fahrzeuge des Gefahrstoffzugs und die neuesten Löschfahrzeuge waren Publikumsmagnete. Die DLRG-Jugend hatte mit einem „Bungee-Run“ ein besonderes Spielgerät mitgebracht. Den gesamten Tag über lieferten sich Kinder und Jugendliche im sportlichen Wettkampf ein Rennen um die weitest zurückgelegte Strecke in der Anlage.

Aber nicht nur zu Land, auch auf dem Wasser präsentierten sich die Hilfsorganisationen. Das THW hatte eine Pontonplattform aufgebaut und führte, ebenso wie die DLRG, Bootsfahrten auf dem Rhein durch. Mit einem Shuttle-Bus, einem LF 15 aus dem Jahr 1951 der Feuerwehr Sinzig, wurden Fahrten nach Kripp angeboten, dort lagen die Feuerwehrmehrzweckfähre RPL 7, sowie ein Boot der Wasserschutzpolizei Rheinland-Pfalz für Besucher am Steiger bereit.

Über den Umfang der zu beherrschenden Technik für den Einsatzfall staunten die meisten Besucher nicht schlecht und zeigten sich tief beeindruckt davon, dass bereits Jugendliche sich engagieren, um später als aktive Einsatzkräfte Leben zu retten und Menschen in Notlagen zu helfen. Am Nachmittag spielte die Band „Cold Stream“ aus Sinzig ein rockiges Konzert in der Rheinhalle, das bei einsetzenden Regen genau zur richtigen Zeit begann.

Kreisjugendfeuerwehrwart Dirk Schorn zog am Abend eine positive Bilanz „Ein toller Tag geht zu Ende, in zehn Jahren feiern wir gemeinsam – 50 Jahre Kreisjugendfeuerwehr Ahrweiler. Bis dahin freuen wir uns alle auf zahlreiche Aktivitäten, wie Zeltlager, Abnahmen der Leistungsspangen oder eben die „ganz normalen“ Übungen, Veranstaltungen und Ausflüge der Jugendfeuerwehren im Ahrkreis“.

 

 

 

 

 

 

 

 

– Luca Lamonte-Austin –